Lebenslauf

Geburt Johannes F. Coy wird am 15. Dezember 1963 in Otzberg im Odenwald geboren.
Studium Er studiert zunächst Chemie an der TU Darmstadt, bevor er nach seinem Wehrdienst an die Universität Tübingen zum Biologie-Studium wechselt.
Seine Diplomarbeit schreibt der junge Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg über die Kartierung eines Tumorsuppressor-Gens. Das sind Gene, deren Proteine die ungewollte Zellvermehrung hemmen. Bei ihrer Inaktivierung durch Mutationen tritt mit erhöhter Wahrscheinlichkeit eine Tumorbildung auf.
Promotion Während seiner Promotion am DKFZ konzentriert sich Coy auf die Identifikation von Genen. Auch eine Methodik dazu wird von ihm entwickelt. 1996 wird er für seine Dissertation “Identifizierung und Klonierung gewebespezifisch exprimierter Sequenzen der Bande q28 des menschlichen X-Chromosoms” mit summa cum laude ausgezeichnet.
Grundlagenforschung Durch die systematische Analyse einer Vielzahl von Genen deckt er wichtige molekulargenetische Mechanismen der Evolution der Genome der Wirbeltiere auf, entdeckt einen neuen Weg der Auslösung des programmierten Zelltodes und identifiziert Gene, die an der Entstehung von Krankheiten ursächlich beteiligt sind – unter anderem für das RETT-Syndrom, die Muskelschwäche Myotubuläre Myopathie, die Entstehung von Hirntumoren oder auch für Krebserkrankungen des Immunsystems.
Entdeckung des TKTL1-Gens 1995 entdeckt er am DKFZ das Gen Transketolase-like1 (TKTL1), das Zellen einen veränderten Stoffwechsel ermöglicht. In der Krebszelle ist dieser sauerstoffunabhängige Zuckerstoffwechsel entscheidend für die Resistenzbildung gegenüber Chemo- und Strahlentherapien sowie Invasivität.
Berufliche Neuorientierung Nach elf Jahren am DKFZ, in denen Dr. Coy die molekularen und biochemischen Grundlagen von Erkrankungen wie Krebs erforschte, wird er 2001 als Leiter der Target-Validierung in der Biotech-Firma mtm laboratories AG für die Entwicklung neuer Krebsfrüherkennungstests verantwortlich.
2004 wechselt er als Leiter der Onkologie zur R-Biopharm AG nach Darmstadt.
Firmengründungen Parallel gründete er 2003 die Firma TAVARTIS GmbH zur Entwicklung von Krebsdiagnostika.
Im Frühjahr 2006 gründet Dr. Coy das biopharmazeutische Unternehmen TAVARGENIX GmbH, das ein Anti-TKTL1-Medikament zur Therapie aggressiver Krebserkrankungen entwickelt.
2007 gründet er zudem die TAVARLIN AG, die Diagnostik und Therapie für Krebserkrankungen und andere, mit dem Zuckerstoffwechsel in Verbindung stehende Indikationen entwickelt. Der EDIM-TKTL1-Bluttest zum Nachweis des Resistenz- und Invasitivtätsmarkers TKTL1 wird seit Anfang 2009 vermarktet. Ebenso wurden die “Therapie nach Dr. Coy” zur Überwindung der Therapieresistenz und Hemmung der Invasivität sowie die TAVARLIN-Lebensmittel entwickelt und vertrieben.
Veröffentlichungen Ende 2009 veröffentlicht Dr. Coy in dem GU Verlag das Buch “Die neue Anti-Krebs Ernährung“.
Im September 2010 erscheint mit dem “Anti-Krebs Kochbuch” sein zweites Buch.
Im Februar 2011 führt er die erfolgreiche Reihe fort mit seinem dritten Buch “Die 8 Anti-Krebs Regeln
Auszeichnungen 18. November 2006: diaita-Wissenschaftspreis
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. (heute Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V) verleiht dem Tumorbiologen auf der Medica den diaita-Wissenschaftspreis und honorierte damit sein herausragendes wissenschaftliches Engagement im Bereich der Krebsforschung, -diagnostik und -therapie.
13. April 2007: Waltraut-Fryda-Preis
Auf dem internationalen Fachkongress für biologische Krebsmedizin wird Dr. Johannes F. Coy der Waltraut-Fryda-Preis für die Aufklärung der Rolle des TKTL1-Gens für den Vergärungsstoffwechsel von Krebszellen verliehen. Hiermit werden die sich neu eröffnenden Wege in der biologischen Krebsbehandlung gewürdigt.