Krebs ist eine Herausforderung


Dr. Johannes Coy


Eines der größten Probleme moderner Krebstherapien besteht darin, dass resistente Krebszellen nicht auf die Therapie ansprechen.

Selbst wenn nur wenige resistente Krebszellen vorhanden sind, überleben diese die Therapien. So lässt sich häufig beobachten, dass sich unter einer Chemo- oder Strahlentherapie ein Tumor zurückbildet, die die Therapie überlebenden Zellen aber sehr schnell wieder zu einem Tumor heranwachsen (Rezidivbildung).

Mit der Entdeckung des Gens TKTL1 und der Aufklärung seiner Bedeutung könnte sich das Problem resistenter Krebszellen lösen lassen, denn das Gen TKTL1 spielt bei der Entstehung von Resistenzen eine ganz entscheidende Rolle.

Können Krebspatienten diese Erkenntnisse schon heute nutzen?

Ja, mit einem einfachen Bluttest lässt sich überprüfen, ob vorhandene Krebszellen resistent sind. Ist dies der Fall, müssen diese Resistenzen am besten vor Durchführung einer Chemo- oder Strahlentherapie beseitigt werden.

So behandelte Zellen reagieren empfindlich auf die eigentliche Chemo- und Strahlentherapie, so dass die Gefahr von Rezidivbildung und Invasivität deutlich reduziert werden kann.

Leider dauert es lange, bis sich solche neuen Erkenntnisse durchsetzen. Hier sind auch Sie als Betroffener gefordert, um von diesen Erkenntnissen zu profitieren.

Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie mehr über meine Entdeckung von TKTL1, über den wissenschaftlichen Hintergrund, der durch zahlreiche internationale Forschungsgruppen bestätigt wurde und über mögliche Therapieoptionen.

Ausblick:

Ganz aktuell zeigt sich, dass der TKTL1 Stoffwechsel im Menschen eine noch zentralere Rolle spielt, als bisher vermutet. Deshalb wird es künftig auch andere Anwendergruppen geben, die von meinen Forschungen rund um TKTL1 profitieren können.